Eine frische Lackierung verändert ein Fahrzeug deutlich. Optisch, beim Wiederverkauf und beim Thema Korrosionsschutz. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Wege: Teillackierung oder Komplettlackierung. Beide Varianten haben ihren Platz – je nach Schadenbild, Wunsch und Budget.
In diesem Beitrag bekommen Sie einen klaren Überblick:
- Was ist eine Teillackierung, was ist eine Komplettlackierung?
- In welchen Situationen ist welche Variante sinnvoll?
- Wie läuft eine professionelle Lackierung in der Lackiererei ab?
- Woran Sie einen seriösen Lackierbetrieb erkennen.
1. Was ist eine Teillackierung?

Bei einer Teillackierung werden einzelne Bauteile oder Bereiche des Fahrzeugs lackiert. Typische Beispiele:
- Stoßfänger vorne oder hinten
- Tür, Kotflügel, Seitenteil
- Motorhaube oder Heckklappe
- Spiegelkappen, Anbauteile, Leisten
Die Teillackierung ist sinnvoll, wenn:
- ein lokaler Unfallschaden vorliegt,
- ein Bauteil Kratzer oder Parkrempler hat,
- einzelne Teile nachgerüstet oder ersetzt wurden,
- nur bestimmte Bereiche ausgebleicht oder matt geworden sind.
Ziel ist, das reparierte Teil optisch so zu integrieren, dass es zum restlichen Fahrzeug passt. Dazu gehört oft eine Beilackierung angrenzender Bereiche, damit keine sichtbaren Übergänge entstehen. Genau hier entscheidet die Erfahrung des Lackierers: Farbton, Glanzgrad und Struktur müssen stimmig sein.
2. Was versteht man unter einer Komplettlackierung?

Bei einer Komplettlackierung wird das gesamte Fahrzeug neu lackiert. Entweder im Originallack oder in einer neuen Wunschfarbe. Das ist deutlich aufwändiger, aber für bestimmte Situationen sinnvoll:
- Das Fahrzeug ist optisch stark gealtert (starke Kratzer, stumpfer Lack, viele Einzelreparaturen).
- Es liegt ein größerer Unfallschaden vor, bei dem ohnehin viele Teile bearbeitet werden.
- Sie möchten einen Farbwechsel, etwa bei einem Restaurationsprojekt.
- Das Fahrzeug soll optisch aufgewertet werden, zum Beispiel vor einem Verkauf oder als Firmenfahrzeug mit einheitlichem Auftritt.
Bei einer professionellen Komplettlackierung werden Bauteile wie Stoßfänger, Griffe, Leisten, Scheinwerfer und teilweise auch Scheiben ausgebaut oder sauber abgeklebt. Ziel ist ein gleichmäßiger Lackaufbau ohne harte Kanten, mit sauberem Übergang in Falzen und Bereichen, die später sichtbar sind.
3. Typische Gründe für eine neue Lackierung
Die meisten Kunden kommen mit einer klaren Ausgangssituation zu uns:
Unfallschaden
Nach der Karosserie- und Richtarbeit folgt die Lackierung. Je nach Schaden wird ein Bauteil teil-lackiert oder ein größerer Bereich einbezogen.
Optische Mängel
Kratzer, Steinschläge auf der Motorhaube, matte Stellen auf dem Dach oder stumpfe Stoßfänger wirken unordentlich. Eine Teillackierung bringt das Fahrzeug wieder in Form.
Witterung und Alterung
Sonne, Salz und Waschanlagen hinterlassen Spuren. Besonders bei älteren Fahrzeugen verblasst der Lack oder wirkt fleckig. Dann kann eine größere Lackiermaßnahme sinnvoll sein.
Wunsch nach Farbwechsel
Gerade bei Liebhaberfahrzeugen, Restaurierungen oder Firmenfahrzeugen steht die Optik im Vordergrund. Eine Komplettlackierung schafft hier eine klare, einheitliche Basis.
4. Der Ablauf in der Lackiererei – Schritt für Schritt
Ein professioneller Lackierbetrieb arbeitet nach einem strukturierten Ablauf. Ein Beispiel, wie das bei AutoFit Wotschke läuft:
4.1. Beratung und Schadensaufnahme

Zuerst schauen wir uns das Fahrzeug im Ist-Zustand an. Welche Bereiche sind betroffen? Ist eine Teillackierung ausreichend oder macht eine größere Maßnahme mehr Sinn? Dazu kommen Fragen wie: Nutzungsart, Budget, Restwert.
4.2. Kostenvoranschlag

Auf Basis der Begutachtung erstellen wir einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Hier fließen Arbeitsaufwand, Material, mögliche Demontage und eventuelle Nebenarbeiten ein (z. B. Kunststoffreparatur, Korrosionsschutz).
4.3. Farbtonbestimmung

Der exakte Farbton ist entscheidend. Moderne Farbtonmessgeräte und Farbkarten helfen, den bestehenden Lack zu treffen. Bei älteren Fahrzeugen wird der Farbton an die gealterte Optik angepasst, damit kein „neues“ Teil wie ein Fremdkörper wirkt.
4.4. Demontage und Vorbereitung

Je nach Umfang werden Anbauteile wie Leisten, Scheinwerfer, Spiegel, Griffschalen und Stoßfänger demontiert. Karosserieflächen werden gereinigt, geschliffen und bei Bedarf gespachtelt und gefüllert. Eine saubere Untergrundvorbereitung ist die Basis für ein gutes Ergebnis.
4.5. Abkleben und Maskieren

Alle Bereiche, die nicht lackiert werden sollen, werden präzise abgeklebt. Dazu gehören Scheiben, Dichtungen, Reifen, Embleme und Innenräume. Saubere Maskierung verhindert Lacknebel an falschen Stellen.
4.6. Lackaufbau

Der Lackaufbau besteht meist aus:
- Grundierung bzw. Füller
- Basislack (Farbe)
- Klarlack als Schutzschicht ⎮ der Lack wird in staubarmen Kabinen mit geregelter Temperatur und Belüftung aufgetragen. So entstehen glatte, gleichmäßige Oberflächen mit stabilem Glanz.
4.7. Trocknung

Nach dem Lackieren braucht der Lack definierte Trocknungszeiten. Je nach System erfolgt eine forcierte Trocknung in der Kabine oder eine Lufttrocknung mit kontrollierter Temperatur.
4.8. Endkontrolle und Finish

Nach der Trocknung werden Abdeckungen entfernt, Teile wieder montiert und das Ergebnis geprüft. Dazu gehören:
- Sichtkontrolle aus verschiedenen Winkeln
- Prüfung auf Staubeinschlüsse und Läufer
- Kontrolle der Farbgleichheit zum restlichen Fahrzeug, kleinere Einschlüsse werden, wenn nötig, ausgeschliffen und poliert. Erst, wenn alles passt, geht das Fahrzeug zurück an den Kunden.
5. Teillackierung oder Komplettlackierung – wie entscheiden?
Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab:
- Schadenbild – Ist nur ein Stoßfänger betroffen, reicht meist eine Teillackierung mit Beilackierung. Bei vielen einzelnen Schäden im ganzen Fahrzeugbereich kann eine Komplettlackierung wirtschaftlicher werden als viele Einzelreparaturen
- Optischer Anspruch – Wer großen Wert auf ein gleichmäßiges Gesamtbild legt, tendiert bei stark gealtertem Lack eher zur Komplettlackierung
- Budget und Fahrzeugwert – Bei sehr alten Fahrzeugen mit geringem Marktwert lohnt sich oft eine gezielte Teillackierung an den auffälligsten Stellen. Bei gepflegten Fahrzeugen, Leasingrückläufern oder hochwertigen Modellen ist eine umfassende Lösung sinnvoll, um Wertverluste zu vermeiden
- Nutzung – Firmenfahrzeuge und Fahrzeuge mit Werbebeschriftung brauchen einen einheitlichen, gepflegten Auftritt. Hier geht der Trend häufig zu Komplettlackierung plus Folierung oder Beschriftung
6. Warum ein professioneller Lackierbetrieb wichtig ist
Lack ist nicht nur Optik. Die Schichten schützen das Blech vor Korrosion und Umwelteinflüssen. Fehlerhafte oder improvisierte Lackierarbeiten führen schnell zu:
- Farbunterschieden und sichtbaren Kanten
- Abblättern von Lackschichten
- Rostbildung unter schlecht vorbereiteten Flächen
- Wertminderung beim Verkauf
Ein Fachbetrieb wie AutoFit Wotschke in Strausberg arbeitet mit:
- geschultem Personal,
- professionellen Lackierkabinen,
- passenden Lackmaterialien,
- eingehaltenen Trocknungszeiten,
- klar dokumentiertem Arbeitsablauf.
Das sorgt für ein reproduzierbares Ergebnis und nachvollziehbare Qualität.
7. Teil- und Komplettlackierung bei AutoFit Wotschke
Der Vorteil bei AutoFit Wotschke: Lackiererei und Werkstatt arbeiten Hand in Hand. Gerade bei Unfallschäden ist das ein Plus:
- Karosserieinstandsetzung, Richtbankarbeiten und Lackierung aus einer Hand
- direkte Abstimmung zwischen Mechatronik, Karosserie und Lack
- auf Wunsch Unterstützung bei Gutachter- und Versicherungsabwicklung
- Übergabe des Fahrzeugs im fertig aufbereiteten Zustand
Ob kleine Teillackierung oder Komplettlackierung – wichtig ist ein ehrliches Gespräch am Anfang. Wir schauen uns Ihr Fahrzeug an, besprechen Ziel, Budget und Nutzung und schlagen dann eine sinnvolle Lösung vor.

